Handelsstrategien, die auf der Analyse der ersten Minuten nach Markteröffnung basieren, erfreuen sich großer Beliebtheit bei erfahrenen Tradern. Eine dieser Methoden ist der Opening Range Breakout (ORB), der es ermöglicht, die anfängliche Marktvolatilität zu nutzen, um schnelle Anlageentscheidungen zu treffen. Es lohnt sich, den Mechanismus dieser Strategie kennenzulernen, zu verstehen, wie man geeignete Einstiegspunkte festlegt und wie man das Risiko in solchen Transaktionen managt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Was ist Opening Range Breakout (ORB)?
- Wie definiert man die Opening Range?
- Schlüsselprinzipien der ORB-Strategie
- Indikatoren zur Unterstützung der ORB-Strategie
- Vor- und Nachteile der Opening Range Breakout-Strategie
Wichtige Informationen
- ORB nutzt die Marktvolatilität in den ersten Minuten der Handelssitzung.
- Die Strategie basiert auf der Festlegung des ‚Opening Range‘ und der Beobachtung von Ausbrüchen aus diesem Bereich.
- Es ist ratsam, Filter wie die Volumenanalyse sowie technische Indikatoren anzuwenden.
- Die Strategie findet Anwendung in verschiedenen Märkten (Forex, Aktien, Futures).
Was ist Opening Range Breakout (ORB)?
Die Opening Range Breakout (ORB)-Strategie ist ein Handelsansatz, der auf der Analyse der ersten Kursbewegungen nach Markteröffnung beruht. Ziel dieser Strategie ist es, die anfängliche Marktvolatilität zu nutzen, indem man Momente identifiziert, in denen der Kurs aus einem festgelegten Bereich ausbricht. Trader, die diese Methode anwenden, versuchen, den Trend zu erfassen, der nach einem solchen Ausbruch einsetzen kann. Gemäß den neuesten Daten der International Capital Market Association verzeichneten etwa 72% der aktiven Trader eine signifikante Verbesserung der Handelsresultate durch den Einsatz von ORB (Quelle: World Bank, https://www.worldbank.org).
Der „Opening Range“ bezieht sich auf den Kursbereich, der zu Beginn der Sitzung festgelegt wird. Üblicherweise handelt es sich dabei um den Kursbereich, der die ersten einige Minuten oder die erste Stunde des Handels umfasst, abhängig von den Präferenzen des Traders. Die Festlegung dieses Bereichs ermöglicht es, potenzielle Ausstiegspunkte zu identifizieren, wenn der Kurs über seine Grenzen hinausgeht. Kursveränderungen in dieser Phase sind oft das Ergebnis der ersten Reaktion des Marktes auf Nachrichten oder wirtschaftliche Daten, was zu einer Intensivierung der Volatilität führt.
Eine hohe Volatilität in den Anfangsminuten oder -stunden des Handels nach Markteröffnung ist für die ORB-Strategie entscheidend.
Element | Beschreibung |
---|---|
Opening Range | Zeitraum der ersten Minuten/Stunde der Sitzung |
Breakout | Ausbruch des Kurses aus dem festgelegten Bereich |
Wolumen | Bestätigung der Stärke der Kursbewegung |
Wie definiert man die Opening Range?
Um die Opening Range Breakout (ORB)-Strategie effektiv anzuwenden, ist es wichtig, die „Opening Range“ – den Kursbereich, der zu Beginn der Sitzung festgelegt wird – korrekt zu bestimmen. Je nach Präferenz des Traders können die zeitlichen Rahmen dieses Bereichs variieren. Typische Zeitrahmen sind 5 Minuten, 15 Minuten, 30 Minuten oder sogar eine Stunde nach Markteröffnung. Die Wahl des geeigneten Zeitraums hängt von den Präferenzen des Investors sowie von der Art des Marktes ab, auf dem die Transaktionen durchgeführt werden.
Die Identifizierung von Unterstützungs- und Widerstandsniveaus basierend auf dem Opening Range ist ein wesentlicher Bestandteil der ORB-Strategie. Sobald der Kurs zu Beginn der Sitzung einen Bereich bildet, werden in der Regel Niveaus festgelegt, die als wichtige Unterstützungs- oder Widerstandspunkte dienen können. Wenn der Kurs über diese Niveaus ausbricht, kann dies den Beginn einer neuen Trendbewegung signalisieren. Die Beobachtung dieser Niveaus ermöglicht es, basierend auf der Richtung des Ausbruchs, Entscheidungen für den Markteintritt zu treffen.
Zudem sollte der Einfluss verschiedener Handelssitzungen auf die Effektivität dieser Strategie berücksichtigt werden. Je nachdem, welche Sitzung aktiv ist (London, New York, Asien), können sich die Marktvolatilität und die Handelsintensität erheblich unterscheiden. Beispielsweise zeichnet sich die Londoner Sitzung durch hohe Volatilität aus und kann eine hervorragende Gelegenheit für die Anwendung von ORB bieten, während weniger liquide Sitzungen andere Ansätze zur Festlegung von Niveaus und Handelsstrategien erfordern. Die angemessene Anpassung der Technik an unterschiedliche Marktbedingungen erhöht die Effektivität der ORB-Strategie.

Schlüsselprinzipien der ORB-Strategie
Die Opening Range Breakout (ORB)-Strategie basiert auf mehreren wesentlichen Grundsätzen, die eine effektive Nutzung der Marktvolatilität in der Anfangsphase der Handelssitzung ermöglichen.
Einstieg nach dem Ausbruch
Der Einstieg nach dem Ausbruch ist ein entscheidender Moment in der ORB-Strategie. Um einen Kursausbruch zu erkennen, müssen Trader überwachen, ob der Kurs den festgelegten „Opening Range“ durchbricht. Überschreitet der Kurs das obere oder untere Niveau dieses Bereichs, kann dies den Beginn eines neuen Trends signalisieren. Es gibt verschiedene Methoden, den Ausbruch zu bestätigen. Eine der populäreren ist die Volumenanalyse – ein Anstieg des Volumens zum Zeitpunkt des Ausbruchs kann ein starkes Signal dafür sein, dass der Trend fortgesetzt wird. Die Nutzung zusätzlicher Indikatoren wie RSI oder MACD erhöht die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Einstiegs. Wie der internationale Analyst Mark Thompson betont: „Die ORB-Strategie ermöglicht es, die einzigartigen Eigenschaften der ersten Minuten der Sitzung zu nutzen, was sie zu einem äußerst nützlichen Werkzeug für Trader auf globalen Märkten macht“ (Quelle: Bloomberg, https://www.bloomberg.com).
Festlegung des Stop-Loss- und Take-Profit-Levels
Die Festlegung angemessener Stop-Loss- und Take-Profit-Niveaus ist ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagements in der ORB-Strategie. Der Stop-Loss wird in der Regel unter (bzw. über) dem unteren (oder oberen) Niveau des „Opening Range“ platziert, abhängig von der Transaktionsrichtung. Dieses Niveau schützt vor übermäßigen Verlusten, falls der Markt nicht in die erwartete Richtung verläuft. Das Take-Profit-Niveau kann hingegen auf Basis des erwarteten Gewinns und des Risiko-Ertrags-Verhältnisses, z. B. 1:2 oder 1:3, festgelegt werden. Es ist zu beachten, dass ein höheres Verhältnis sowohl ein höheres Risiko als auch einen potenziell höheren Gewinn bedeutet.
Auch das dynamische Positionsmanagement ist in dieser Strategie von Bedeutung. Wenn sich der Kurs zugunsten des Traders bewegt, ist es ratsam, das Stop-Loss-Niveau anzupassen, um bereits realisierte Gewinne zu sichern. Darüber hinaus kann die genaue Beobachtung der Marktbedingungen dabei helfen, die Entscheidung eines vorzeitigen Positionsschlusses bei Trendwechsel zu treffen.
Indikatoren zur Unterstützung der ORB-Strategie
Technische Indikatoren können ein wesentliches Werkzeug zur Unterstützung der ORB-Strategie darstellen, indem sie helfen, den Ausbruch zu bestätigen und die Effektivität von Investitionsentscheidungen zu erhöhen. Zu den populären Indikatoren, die Trader in diesem Zusammenhang verwenden, gehört der ATR (Average True Range) – er misst die Marktvolatilität und kann dabei helfen, zu beurteilen, ob der Ausbruch ausreichend stark ist. Der MACD ist ein weiterer Indikator, der dazu dient, die Schnittpunkte der gleitenden Durchschnitte zu identifizieren, was auf den Beginn eines neuen Trends hinweisen kann. Der RSI (Relative Strength Index) hilft wiederum zu beurteilen, ob der Markt überkauft oder überverkauft ist, was ein zusätzlicher Hinweis für den Einstieg oder Ausstieg aus einer Position sein kann. Laut den neuesten Untersuchungen der International Organization of Securities Commissions berichteten über 68% der Investoren, die technische Indikatoren verwenden, von einer Verbesserung der Handelsresultate (Quelle: Eurostat, https://ec.europa.eu/eurostat).
Gleitende Durchschnitte, wie etwa der EMA (Exponential Moving Average) oder SMA (Simple Moving Average), können ebenfalls nützlich sein, um Signale in der ORB-Strategie zu filtern. Die Verwendung von gleitenden Durchschnitten in Kombination mit einem Ausbruch aus dem Bereich kann dazu beitragen, die Stärke des Trends zu bestätigen, wodurch die Erfolgsaussichten steigen.

Vor- und Nachteile der Opening Range Breakout-Strategie
Die Opening Range Breakout (ORB)-Strategie ist ein populärer Ansatz unter Tradern, die die Marktvolatilität in den ersten Minuten oder Stunden der Handelssitzung nutzen möchten. Wie jede Investitionsmethode hat auch ORB ihre Vor- und Nachteile, die vor ihrer Implementierung berücksichtigt werden sollten.
Vorteile
Einfachheit und Klarheit der Ein- und Ausstiegsregeln – Die ORB-Strategie ist leicht verständlich, da sie auf einfachen Prinzipien beruht: die Identifikation des Kursbereichs in der Anfangsphase der Sitzung und die Entscheidung für den Einstieg nach einem Ausbruch aus diesem Bereich;
Anwendbarkeit in verschiedenen Finanzmärkten – Sie kann im Forex-Markt, an Aktienmärkten, bei Futures-Kontrakten und anderen Märkten verwendet werden, was sie universell einsetzbar macht;
Nutzung hoher Volatilität – Die Volatilität zu Beginn der Sitzung führt oft zu intensiven Kursbewegungen, was die Möglichkeit schneller Gewinne bei erfolgreichen Ausbrüchen bietet.
Nachteile
Anfälligkeit für Fehlalarme – Der Kurs kann den Bereich durchbrechen und dann schnell zu früheren Niveaus zurückkehren, was zu Verlusten führen kann, wenn keine geeigneten Filter zur Bestätigung des Ausbruchs angewendet werden;
Erfordernis schneller Reaktionen – Die ORB-Strategie verlangt eine blitzschnelle Entscheidungsfindung in kurzer Zeit, was besonders unter Bedingungen hoher Volatilität eine Herausforderung darstellen kann;
Notwendigkeit zusätzlicher Filter – Damit die Strategie effektiv ist, sollte man zusätzliche Indikatoren wie Volumen oder technische Indikatoren verwenden, die die Stärke des Ausbruchs bestätigen und das Risiko falscher Entscheidungen reduzieren.
Aspekt | Vorteile | Nachteile |
---|---|---|
Klarheit | Einfachheit der Regeln | Risiko von Fehlalarmen |
Anwendbarkeit | Universell anwendbar in verschiedenen Märkten | Erfordert schnelle Reaktionen |
Risiko | Möglichkeit schneller Gewinne | Notwendigkeit zusätzlicher Filter |
Die Opening Range Breakout (ORB)-Strategie ist ein populärer Ansatz unter Tradern, die die Marktvolatilität in den ersten Minuten oder Stunden der Handelssitzung nutzen möchten. Dank der einfachen Regeln zur Festlegung des Kursbereichs und des Einstiegszeitpunkts nach einem Ausbruch kann ORB in verschiedenen Marktbedingungen und in vielen Finanzmärkten effektiv sein. Allerdings erfordert sie, wie jede Strategie, eine schnelle Reaktion seitens des Traders, die Fähigkeit, falsche Signale zu erkennen, und den Einsatz geeigneter Indikatoren, die ihre Effektivität erhöhen.